bei genauer betrachtung (Vernissage vom 17.06.2005)

Jülich - Kunst verlangt Betrachtung - ohne den kritischen Betrachter verkümmert das Ergebnis kreativen Schaffens auf der Stufe des Selbstzwecks. Eine besonders intensive Auseinandersetzung fordert die kürzlich im Hexenturm eröffnete Ausstellung des „Kunstverein Jülich“ mit Werken von Nikola Dicke und Meinhard Schulte schon durch das vorab fixierte Leitmotiv „bei genauer betrachtung“.
Es gibt einige Parallelen im Werdegang der ausstellenden Künstler. So jedenfalls vernahmen es die Besucher der Vernissage von Anja Rohlf (Münster), die zur Einführung persönliche Eckdaten und wertende Einschätzungen wiedergab. Beide haben sich nach einem Lehramtsabschluss für die bildende Kunst entschieden, beide sind Meisterschüler der freien Kunst bei Professorin Ludmilla von Arseniew und beide haben die Reduktion in der Darstellung zu ihrem Dogma erhoben. Und da beginnt der dann doch große Unterschied: Nikola Dicke sieht den konzentrierten Strich, der Augenblicke als Gesamtbild konturenscharf komprimiert, Meinhard Schulte hingegen kennt keinen fixierten Moment, bei ihm ist alles in Bewegung, alles fließt.
„Aber was um Himmels Willen malst du hier“ (so auch der Titel eines ihrer Ausstellungsstücke), wurde Nikola Dicke gefragt, als sie in einem Industriegebiet in Köln - Braunsfeld ein Motiv entdeckte und sich diesem intensiv widmete. Die Antwort zeigt sich –repräsentativ für ihre stärksten Werke - als Schwarz – Weiß Zeichnung ohne jeglichen Grauton; gleichermaßen benutzte Linien und Flächen finden ein Gleichgewicht auf einer unterschwelligen Suche nach Harmonie. Meinhard Schulte zeigt sich „fasziniert von jeglicher Energie“ und sieht seine Gemälde als Spiegel seiner eigenen inneren Energien. Er bildet das „offensichtlich Nebensächliche“ im beständigen Fluss ab und verliert sich in der Bewegung des Augenblicks. Normalerweise dürfte man ihn selbst, er sich selbst, gar nicht visuell ausmachen können, da auch er sich im energetischen Strudel verliert.
Gefesselt von der Fremdheit, experimentell auf verschiedene Materialien verfallen, reduziert auf „das Kleinste, was sich in der Natur finden lässt“, wie es ein Besucher ausdrückte: Eindrücke, die man sich dank der Initiative des Kunstverein Jülich noch bis zum 10.Juli im Hexenturm gönnen oder antun – je nach Geschmack – sollte oder kann. (jago)
Greven - Begegnung: So lautete das Motto der Ausstellung der drei Künstlerinnen Evelyn Wirtz, Teresa Cánovas und Gabriele Schlamp. Der Name der Ausstellung spiegelt unter anderem die Begegnung der drei Künstler sowie die Begegnung von Mensch und Natur in ihren Bildern und Skulpturen wieder. Die Ausstellung im Grevener Krankenhaus ist das erste Projekt der drei Künstlerinnen, die sich auf Umwegen kennen lernten.
Kunsthistorikerin Anja Rohlf eröffnete am Sonntag die Ausstellung mit einer kurzen Einführung in die Lebensgeschichte der drei Damen. Die drei Künstlerinnen arbeiten mit den verschiedensten Materialien. So fertigt zum Beispiel Gabriele Schlamp ihre menschlichen Skulpturen aus Gips, Teresa Cánovas arbeitet vorwiegend mit Öl- und Acrylfarbe und Evelyn Wirtz bevorzugt die Acrylmalerei. Andrea Gesell, Leiterin des Bildungs- und Gesundheitszentrums freute sich über die Ausstellung, die den Patienten Abwechslung zum Krankenhausalltag bieten soll. Die Ausstellung wird bis Ende August im Grevener Krankenhaus zu sehen sein.
Dienstag, 21. Juni 2005 | Quelle: Grevener Zeitung (Greven)
Neueröffnung des KunstApart-ments
Westfälische Nachrichten vom 28.2.2006:


Münstersche Zeitung vom 28.2.2006:

Hundertwasser beim Seniorentreff (Münstersche Zeitung vom 10.2.2006)
